Trockene Augen – Ein weit verbreitetes Problem. 3 Gründe, die zu trockenen Augen führen

Ausgetrockneter brauner Wüstenboden

Viele Menschen leiden unter trockenen Augen und die vielen Zoom-Konferenzen machen es nicht besser. Doch was steckt eigentlich hinter trockenen Augen? Wie kommt es dazu? Und was kannst Du selbst dagegen tun?

Auch ich hatte vor vielen Jahren mit trockenen Augen zu kämpfen. Damals war ich noch Kontaktlinsenträgerin und schleichend ab 40 begannen meine Augen immer trockener zu werden. Irgendwann wusste ich mir nicht mehr zu helfen und benutzte Augenbefeuchtungstropfen. Wirklich geholfen haben sie mir nur vorübergehend, sodass ich anfing die Tragezeiten der Kontaktlinsen zu verringern. Ich fand es ziemlich nervig ständig die Tropfen dabei haben zu müssen. So ganz genau, ab wann ich sie einfach wieder weggelassen habe, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich habe ich einfach den Fokus vom dem Problem weg genommen. Auf jeden Fall habe ich heute keine Probleme mit trockenen Augen. Und das hat folgende Gründe:

Auch bei trockenen Augen kannst Du nämlich eine ganze Menge selbst tun.

Trockene Augen können durch langes Starren und zu wenig Blinzeln entstehen

Wenn Du auf einen Bildschirm schaust, eventuell mit Brille und hoch konzentriert, blinzelst Du zu wenig. Das hast Du sicherlich schon bemerkt. Aber woher kommt das? Könntest Du Dich dazu überreden einfach öfters zu blinzeln?

Das klappt leider nicht, das Blinzeln oder auch Zwinkern (je nachdem aus welcher Gegend Du kommst) ist ein unbewusster Vorgang. Wie das Atmen und die Verdauung geschieht es automatisch oder auch nicht. In Stresssituationen halten wir nicht nur den Atem an, sondern blinzeln auch wenig bis gar nicht mehr. Eine stressige Arbeitssituation und der Tunnelblick in den PC kann also zum gleichen Effekt führen. Dein Steinzeitgehirn ist im Notfallmodus – Flucht oder Angriff. Du willst schließlich den Tiger nicht aus den Augen verlieren.

Es gibt eine winzige Übung, mit der Du Deine Lider ans Blinzeln erinnern kannst.

Schau ganz entspannt locker gerade aus, beobachte wie Du blinzelst. Dann blinzle ganz schnell und sanft ca. 30 Sekunden lang. Stelle Dir vor Deine Lider sind Schmetterlingsflügel. Jetzt hörst Du auf bewusst zu blinzeln und beobachtest wieder, wie Du jetzt blinzelst. Öfters? Sind Deine Augen feuchter?

Das Starren kannst Du mit mehr Blicksprüngen und einer besseren Augapfelbeweglichkeit verbessern. Auch das Starren kommt aus der Flucht/Angriff Entscheidung des Nervensystems.

Warum führt zu wenig Blinzeln zu trockenen Augen?

Ganz einfach, die Tränenflüssigkeit plus die Fettschicht aus den Drüsen an den Lidrändern wird nicht mehr über die Hornhaut verteilt. Die Hornhaut ist darauf angewiesen immer feucht gehalten zu werden. In diesem Flüssigkeitsgemisch befinden sich auch noch Muzine, Natrium und Proteine. Diese ernähren die Hornhaut, da sie keine eigene Blutversorgung hat. Klar, sonst wäre sie nicht durchsichtig und das Licht könnte nicht durch sie hindurch ins Auge scheinen.

Die Hornhaut ist übrigens die am feinsten vernervte Region des Körpers. Du musst in der Lage sein, sofort zu bemerken wenn ein Fremdkörper im Auge oder unter den Lidern ist, damit die Hornhaut keine Kratzer abbekommt.

Trinkst Du genug und das Richtige?

Bei trockenen Augen solltest Du auch Deine Trinkgewohnheiten überprüfen. Um genug Tränenflüssigkeit produzieren zu können, braucht Dein Körper Wasser. Alle Getränke, die dem Körper Flüssigkeit entziehen, z.B. alkohol- und koffeinhaltige Getränke, solltest Du meiden. Auch zuckerhaltige Getränke wie Softdrinks entziehen dem Körper mehr Flüssigkeit als dass sie zuführen. Trinke also mehr Wasser. Alle halbe Stunde kann Dein Darm ca. 200 ml aufnehmen, mehr Flüssigkeit rutscht einfach durch. Eine halbe Stunde vor, während und nach dem Essen solltest Du nichts trinken. Das verdünnt nur Deine Magensäure.

Schreib mir gern, ob Du, alleine durch Umstellung Deiner Trinkgewohnheiten, schon eine Veränderung bemerkst.

Und isst Du natürliche Fette?

Damit meine ich kaltgepresste Öle. Ja, sie haben einen Eigengeschmack, aber sie sind für Deinen Körper essentiell. Am besten mischst Du verschiedene Öle und benutzt mal dieses mal jenes Öl. Fabrikfette und Margarine sind dafür nicht geeignet.

Gute und genug Fette sind wichtig, damit die Meibomschen Drüsen in den Lidrändern, den so wichtigen Fettfilm über den Tränenfilm legen können. Er dient dazu, dass die Tränenflüssigkeit nicht zu schnell verdunstet und der Tränenfilm nicht abreißt. Falls Du öfters Probleme mit tränenden Augen hast oder ein Gefühl in der Hornhaut, als ob da Sandkörner wären, solltest Du Deine Ernährung überprüfen und gegebenenfalls umstellen.

Ein weiterer Punkt könnte Make-Up sein. Genau da wo der Kajal aufgetragen wird, befinden sich die kleinen Drüsen. Sie könnten also einfach durch Schminke bedeckt sein.

Wie verspannt ist der Bereich um Deine Augen herum?

Bei trockenen Augen geht es um die verspannten Bereiche um die Augen, also die Muskeln und die Haut um die Augenhöhlen herum. Wenn Du gern die Augen zusammenkneifst, um dann vielleicht besser scharf zu sehen, mit dem ganzen Bereich blinzelst, statt nur leicht und entspannt mit dem Lidmuskel, kann schon rein mechanisch die Befeuchtung Deiner Hornhaut beeinträchtigt sein.

Der Stoffwechsel und die Durchblutung in diesem Bereich sind sehr wichtig. Durch eine Kneippanwendung für die Augen mit heißen und kalten Umschlägen kannst Du diese ankurbeln.

Zum Schluß verrate ich Dir noch die 3 wichtigsten Übungen bei trockenen Augen.

    • Herzhaftes Gähnen
    • Herzhaftes Lachen
    • und regelmäßiges Palmieren

Alle diese Übungen findest Du auf meinem Youtube-Kanal.

Ich hoffe mit diesen drei Tipps zu trockenen Augen gehört dieses Problem für Dich bald der Vergangenheit an.

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Dieser Artikel beinhaltet keinen medizinischen Rat, er spiegelt meine Erfahrungen wider und enthält Hilfe zur Selbsthilfe. Bei Schmerzen suche bitte einen Arzt auf, zur augenoptischen Beratung wende Dich an einen Augenoptiker.

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